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DIE AUTORINNEN


Melanie Kabus & Eva Ludwig

Melanie Kabus (links) ist akkreditierte Medientrainerin, Journalistin und Dozentin für Hochschulen und Bildungseinrichtungen in den Bereichen Medienkompetenz und Filmproduktion. Sie leitet seit 2002 gemeinsam mit Eva Ludwig die plot-com GbR, Agentur für crossmediale Kommunikation und seit 2010 die Filmproduktion Xtrafilm in Bonn.
Als Autorin interessiert sie vor allem die Geschichten hinter den Menschen, die sie durch einfühlsame Interviews und in aufwändigen Recherchearbeiten aufspürt. Dabei profitiert sie von ihrer langjährigen Erfahrung als Moderatorin und Journalistin.

Eva Ludwig (rechts) ist Regisseurin, Autorin und Künstlerin und leitet für Xtrafilm die visuelle und technische Gestaltung der Filmproduktionen. Ihr Wirkungsfeld umfasst neben der Produktion auch die Bereiche Kamera, Regie und Schnitt. Ihre langjährige Erfahrung als Drehbuchautorin für ganz unterschiedliche Genres lässt sie in verschiedene Stoffe in den Bereichen Film und Print einfließen. Bei ihrer Arbeit als Autorin ist sie daher vor allem an der szenischen Ausgestaltung der einzelnen Kapitel, sowie an authentischen Figuren und Dialogen interessiert.

Ihr neuer Roman DATA DREAMLAND erscheint am 26.11.2012 im Spielberg Verlag. Nachfolgend können Sie sich gerne den Buchtrailer anschauen:

 

DATA DREAMLAND ist ab sofort im Handel erhältlich!

Weitere Infos auf der entsprechenden Facebook-Seite:

DATA DREAMLAND  


Über unsere Arbeit am Roman "Sepp Herberger und das Wunder von Bern"

 

"Hilfe, zwei Frauen schreiben über Fußball!"

Diese oder ähnliche Reaktionen haben wir, neben den vielen positiven Stimmen, kurz nach Veröffentlichung unseres Romans erhalten. Die Süddeutsche Zeitung schrieb sogar "Frauen, zurück an den Herd!"
Keine Frage: Dass wir es "gewagt" haben, über Deutschlands liebstes Kind Fußball zu schreiben und das Thema sogar in Romanform aufzuarbeiten, hat die Leserschaft gespalten, wie wir es nicht für möglich gehalten hätten. Und genau daran lässt sich gut erkennen, wie emotionsbehaftet der Sport doch ist, selbst wenn, oder gerade weil es sich um Fußballgeschichte handelt. Aber genau diese Historie mit all ihren Facetten war für uns der Grund, überhaupt darüber zu schreiben. Und so nehmen wir Reaktionen wie die obere sportlich.

Motivation

Als Autorinnen sind wir immer auf der Suche nach Geschichten, nach guten, spannenden Geschichten, nach solchen, die einen mitreißen, einen nicht mehr loslassen, die uns zum Nachdenken anregen und die im besten Fall uns etwas mitgeben — an Weisheit, an Wahrhaftigkeit, an Authentizität.

Das Leben schreibt die besten Geschichten, heißt es oft und im Fall Herbergers trifft dies zu hundert Prozent zu. Es ist die Geschichte eines Mannes, der unter ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, mit strengen Eltern, die sich kaum das nötige Brot zum Überleben leisten konnten, chancenlos, aber mit einem großen Traum, den er unaufhörlich träumte, so lange, bis er ihn leben konnte.
Manche Dinge bleiben offen, wie zum Beispiel seine Haltung als Reichstrainer in der Zeit des Dritten Reiches, seine Mitgliedschaft in der NSDAP und die Einstufung als "Mitläufer" im Entnazifizierungsverfahren. Auch die nach der Weltmeisterschaft auftretenden Gelbsuchtfälle einiger Spieler und der damit verbundene Dopingverdacht sind bis heute ungelöste Kapitel der Herberger-Ära. Und trotzdem ist es eine Geschichte, die von Anfang an fesselt. Sie handelt von allem, was uns Menschen auszeichnet, woran wir wachsen, was uns manchmal stärkt und woran wir auch manchmal zerbrechen: Niederlagen, Anfeindungen, Misstrauen, Verrat, aber auch Glauben, Zuversicht, Vertrauen und Mut. Kurzum: Wir mussten diese Geschichte erzählen.

Der Roman

Manchmal werden wir gefragt, warum wir über Herbergers Leben einen Roman und kein Sachbuch geschrieben haben. Die Entscheidung fällten wir ganz bewusst. Nicht, weil es schon viele Sachbücher wie z.B. Biografien über den Trainervater gab, sondern, weil wir fanden, dass die Romanform am besten zu Herbergers Leben, seiner Auffassung von Sport und zu seinen Lebensweisheiten passt.

Da wir lange Zeit über ihn recherchierten und v.a. seine eigenen Aufzeichnungen und Notizen studierten, entwickelte sich so etwas wie eine "Beziehung" zu ihm. Wir konnten bei allem, was wir über ihn erfuhren, regelrecht spüren, welcher Mensch sich hinter dem disziplinären Fußballtrainer, der von sich selbst behauptete "ich war ein Besessener", steckte. Wenn er seiner Frau Eva, "Ev", Briefe schrieb und sie als seine "liebe Alte" titulierte, ihr zu Kriegsende aus der Ferne mit den Worten "Schatz, es kommen auch wieder bessere Zeiten, sie kommen umso schneller, je stärker wir sind" Mut zusprach, dann wurden wir tatsächlich berührt von dem liebevollen, stets sich sorgenden Ehemann, den man nicht unbedingt hinter seiner oft rauhen, kantigen Schale vermutete. All das zum Ausdruck zu bringen, den Mensch Herberger in all seiner Vielschichtigkeit dem Leser plastisch vor Augen zu führen und ihn damit wirklich erreichen, kann unserer Meinung nach ein Roman besser als jede andere literarische Gattung leisten.

Die Sprache

Unser vorrangiges Ziel war es, mit dem Roman den Leser in eine andere Welt zu "entführen". Wir wollten die Zeit erlebbar machen, in der der kleine Sepp aufwuchs und sich jedes Fußballspiel mit seinen Freunden erschleichen musste, da die Eltern diese "neumodische Engländerei" verboten hatten. Auch die Jahre danach sollten für den Leser erfahrbar sein, in denen Herberger nach seiner aktiven Zeit als Trainer tätig wurde und in der er den Anspruch an seine Mannschaft "elf Freunde sollt ihr sein" zum neuen Standard seines Trainingsstils erhob, das auf Kameradschaft fußte. Wie er mit seinen "Jungs" umging, sie führte und manchmal auch maßregelte, wie er mit selbstverliebten Obrigkeiten oder mit allzu aufdringlichen Journalisten umsprang — all das sollte der Leser hautnah spüren. Aus diesem Grund bedienten wir uns der Sprache der 40er und 50er Jahre, in denen einer eine Krankheit "am Wickel" hatte, ein Torschuß auch mal ein "Granatenschuss" war und einschlug wie "eine Bombe" und in der die Halbzeit noch eine "Pause" war.

Vielleicht sind Sie jetzt neugierig geworden, dann würden wir uns freuen, wenn wir Sie auf die Reise durch das bewegte Leben des Altmeisters mitnehmen dürfen.

 plot-com GbR | Xtrafilm GbR | Eva Ludwig & Melanie Kabus | Herwarthstraße 15 | 53115 Bonn | Tel.: 0228 / 944 9937-5 | Fax: 0228 / 944 9937-6 | info@plot-com.de