| DIE HELDEN VON BERN

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"ELF FREUNDE MÜSST IHR SEIN"


Jahrelang war Herbergers ganzes Denken darauf ausgerichtet, eine gut funktionierende Mannschaft auf die Beine zu stellen, in der sich jeder einzelne Spieler blind auf den anderen verlassen konnte, sich privat, wie auf dem Feld gut verstand. Der viel zitierte "Geist von Spiez" trug das Seinige dazu bei. Bei der Weltmeisterschaft standen tatsächlich elf Freunde auf dem Platz.

 

FRITZ WALTER — Halblinks

Mannschaftskapitän und "verlängerter Arm" des "Chefs".
Herberger machte aus seiner "Affenliebe" zum 1. FC Kaiserslautern keinen Hehl. Mit Fritz Walter spielten gleich fünf Spieler vom 1. FC Kaiserslautern bei der WM. "Fritz Walter war Spielführer und Spielmacher, Dreh- und Angelpunkt allen Geschehens", hatte der Trainer in seinen persönlichen Aufzeichnungen notiert. "Über die einmalige Größe dieser Erscheinung ist schon alles gesagt worden. Unser Fritz war der ungekrönte König seiner Generation. Mit ihm und um ihn entstand unsere Mannschaft, entwickelte sich unser Spiel."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 31.10.1920 Kaiserslautern
1928 Eintritt in die Schülermannschaft des 1. FC Kaiserslautern.
1937/38 Einsatz als Stürmer in der ersten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern.
1941 Erstes Spiel in der Nationalmannschaft unter der Leitung von Herberger. Walter erzielt drei Tore.
1942-1945 Walter wird in die Wehrmacht eingezogen und gerät in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Bereits Ende 1945 kann er nach Deutschland zurückkehren.
1948 Heirat mit Italia Bortoluzzi.
1951 und 1953 Walter wird zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister
1953 Torschützenkönig der Oberliga Südwest mit 38 Toren.
1954 Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Bern.
1958 Letztes Spiel in der Nationalmannschaft als 37jähriger bei der Weltmeisterschaft in Schweden. Walter war insgesamt 30 mal Kapitän der Nationalmannschaft und erzielte 33 Tore in insgesamt 61 Länderspielen.
1959 Beendigung seiner Karriere als Spieler beim 1. FC Kaiserslautern.
1976-1997 Repräsentant der neugegründeten "Sepp-Herberger-Stiftung".
1985 Umbenennung des Stadions in Kaiserslautern in "Fritz-Walter-Stadion".
1991 Veröffentlichung des Sportbuches "Spiele die ich nie vergesse".
1995 Auszeichnung mit der Goldenen Verdienstmedaille der FIFA. Außerdem ist Walter Erster Ehrenspielführer der Deutschen Nationalmannschaft und erhält das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik.
2002 Fritz Walter stirbt am 17. Juni im Alter von 81 Jahren in seinem Haus in Enkenbach-Alsenborn.

OTTMAR WALTER — Mittelstürmer

An Selbstbewusstsein mangelte es ihm nicht. Im Vergleich zu seinem vier Jahre älteren Bruder Fritz hatte Ottmar die stärkeren Nerven. "Ottes" war der kaltblütige Torjäger - auch "der Vollstrecker" genannt - verwandelte die Vorbereitungen seines Bruders meist in wertvolle Tore. "Der Fritz brauchte nur zu gucken, da wusste ich auch schon, was er machen wird", hatte er einmal gesagt. Der Mittelstürmer war beim 1. FC Kaiserslautern und in der Nationalelf die perfekte Ergänzung zu seinem Bruder.

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 06.03.1924 Kaiserslautern
1941 - 1944 Marinesoldat in Cuxhafen und Kiel
1943 Endrundenteilnahme um die Deutsche Fußball-Meisterschaft mit Holstein Kiel. Kriegsverletzung am Knie.
1947 Wechsel nach Kaiserslautern
1950 Erstes Länderspiel gegen die Schweiz
1951 und 1953
Walter wird zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister
. Mit 295 Toren in 275 Spielen ist er der Rekordtorschütze der Oberliga Südwest. In 42 Endrundenspielen um die Deutsche Meisterschaft erzielte er für Kaiserslautern und Kiel 31 Tore.
1954 Fußballweltmeister. Der Stürmer trifft viermal!
1959 Ende seiner Karriere nach zahlreichen Knie-OPs
2004 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes anlässlich seines 80. Geburtstags

TONI TUREK — Torwart

"Fußballgott" wurde der Torhüter von Fortuna Düsseldorf genannt. "Toni Turek war einer der größten Torwächter seiner Zeit", hatte Herberger sich notiert. "Wer ihn einmal im Wettkampf erlebt und gesehen hat, wie er scheinbar mit stoischer Ruhe und unberührt von den Spielvorgängen in unserem Strafraum und dann urplötzlich und hellwach auch die schärfsten und aus kürzester Entfernung abgegebenen Schüsse mit schnellem Zugriff spielend meisterte, wird dieses Leistungsbild nicht mehr vergessen."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 18.01.1919 Duisburg
1946/1947 Torwart für die Süd-Oberligisten Eintracht Frankfurt
1947 Wechsel zum TSG Ulm
1950 Wechsel zur Fortuna Düsseldorf 1895. Zwischen 1950 und 1954 bestritt er 20 Länderspiele für Deutschland
1954 Als ältester Spieler im Tor bei der Fußball WM
1954 Letztes Länderspiel gegen Frankreich
1956 Karriereende bei Borussia Mönchengladbach
1973 Erkrankung an einer Lähmung der Beine
1984 Turek stirbt nach einer Herzkrankheit und einem Schlaganfall im Alter von 65 Jahren

HELMUT RAHN — Rechtsaußen

Der "Boss" von RW Essen - lebenslustiger Spaßvogel und ungestümer Spielmacher zugleich. Aus Herbergers Aufzeichnungen: "Ein Pfundskerl! Bärennatur! Außergewöhnliches Talent! Wenn er auf Höchstleistung trainierte, zogen mit der Steigerung seines Körpers und der Leistung auch die Fähigkeiten einher, auf einer Reihe anderer Gebiete ebenso zu einer erstaunlichen Leistungsfähigkeit zu kommen."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 16.08.1929 Essen
1938 Eintritt als Neunjähriger in den SV Altenessen 1912
1946-1950 Spieler für den SV Oelde, für den er 52 Tore erzielte
1950 Wechsel zum SV Katernberg
1951 Wechsel zu Rot-Weiss-Essen
1953 Rahn gewinnt mit Rot-Weiss-Essen den DFB-Pokal
1954 Rahn schoss den Siegertreffer zum 3:2 bei der WM in Bern
1955 Deutscher Meister gegen den 1.FC Kaiserslautern
1957 Rahn wird wegen Trunkenheit am Steuer und anschließender Tätlichkeit gegen die Polizisten vorläufig festgenommen
1959 Wechsel zum 1. FC Köln; dort handelt er sich diverse Disziplinarstrafen ein
1960-1963 Als erster deutscher Spieler wechselt Rahn zum Sportclub Enschede in den Niederlanden
1961 Erneute Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer; als Wiederholungstäter muss er vier Wochen ins Gefängnis
1963-1965 Spieler des Meidericher SV
1965 Karrierende mit 35 Jahren nach einer Operation an der Achillessehne. Rahn versucht sich gemeinsam mit seinem Bruder als Gebrauchtwagenhändler, bleibt aber weitgehend beruflich erfolglos. Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück.
2003 zwei Tage vor seinem 74. Geburtstag stirbt Helmut Rahn nach langer, schwerer Krankheit in seiner Essener Wohnung

WERNER KOHLMEYER — Verteidiger

"Kohli" vom 1. FC Kaiserslautern hatte mit seiner WM-Teilnahme auch seinen sportlichen Höhepunkt erreicht. Herberger über ihn: "In der Fieberkurve seines Trainingsprogramms ging es rauf und runter. Hatte ihn die Einsicht in die Notwendigkeit harter Trainingsarbeit erst einmal geweckt, war er im Training und im Wettkampf einer der Fleißigsten, Eifrigsten und Besten. [...] Kohli war nie ein Freund von Traurigkeit. Was er tat, tat er voll und ganz."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 19.04.1924 Kaiserslautern
1941-1960 Spieler des 1. FC Kaiserslautern

1951 und 1953
Kohlmeyer wird zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister

1954 Welmeister mit der Deutschen Elf
1955 Ende der Länderspielkarriere mit nur 22 Spielen
1957-1959 Spieler des FC 08 Homburg
1959-1960 Kohlmeyer spielt für den DJK Bexbach
1960 Ende der Fußballkarriere; Kohlmeyer eröffnete ein Sportgeschäft, jedoch ohne Erfolg. Er wurde Alkoholiker und spielsüchtig. Gesellschaftlich erlebte er systematisch den Abstieg. Seine Frau ließ sich von ihm scheiden, zu seinen drei Kindern riss der Kontakt ab. Herberger versprach ihm nur dann zu helfen, wenn er eine Entziehungskur macht, doch Kohlmeyer winkte nur ab mit den Worten "ich bin kein Trinker". Am Ende lebte er mit seiner Mutter in einer Dreizimmerwohnung im Mainzer Stadtteil Mombach. Ein befreundeter Sportjournalist verschaffte ihm eine Stelle als Pförtner am Hintereingang eines Verlags. Mit 49 Jahren starb er an Herzversagen.

MAXIMILIAN ("MAX"/"MAXL") MORLOCK — Halbrechts

Der Mann mit der berühmten Rückennummer 13 vom 1. FC Nürnberg. Herberger über ihn: "Technisch auf das Beste gerüstet, von dynamischer Kraft, ein unverdrossener Kämpfer, war er so recht das Gegenstück von Fritz und Alfredo [Alfred Pfaff] und die allerbeste Ergänzung zu diesen beiden. Ihn konnte so schnell nichts aus der Ruhe bringen, ebenso nicht von seiner kampfbetonten Linie. Er war immer guten Mutes, ein beherzter und äußerst erfolgreicher Torjäger."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 11.05.1924 Nürnberg
1941 Nachdem er als Jugendlicher bei Eintracht Nürnberg seine Laufbahn als Fußballer begann, wechselte er zum 1. FC Nürnberg. Dort wurde er vom Außenläufer zum Stürmer.
1948 und 1961 Deutscher Meister mit dem 1. FC Nürnberg
1954 Morlock war mit sechs Treffern in fünf Spielen bester Torschütze des deutschen Teams
1958 Letztes Länderspiel gegen Ägypten
1961 Ehrung zum Fußballer des Jahres
1964 Karrierende; Morlock absolvierte von 1941 bis 1964 rund 900 Partien für den Club und erzielte dabei rund 700 Tore! Für die Nationalmannschaft spielte er 26 Mal und schoss dabei 21 Tore. Er baut sich mit einer Toto/Lotto Annahmestelle ein zweites Standbein in Nürnberg auf
1978 Verleihung des Bayrischen Verdienstordens
1994 Morlock erliegt den Folgen eines Krebsleidens

JOSEF ("JUPP") POSIPAL — Verteidiger

"Im Zentrum unserer Abwehr stand Jupp Posipal - ein Mann von unbestrittener Weltklasse", hatte Herberger über ihn gesagt. "Neben seiner speziellen Aufgabe als Mittelläufer, die er mit höchster Meisterschaft spielend beherrschte, hatte er - auftraggemäß - darüber zu wachen und dafür zu sorgen, dass seine beiden Nebenleute auf dem Außenläuferposten im Überschwang ihrer Spielfreude nicht vergaßen, dass sie ein unentbehrlicher Bestandteil unseres Abwehrblocks sind."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 20.06.1927 Lugoj, Rumänien
1943 Posipal kommt nach Deutschland und lebt zunächst in einer Jugendherberge in Würfel bei Hannover. In einem Eisenwerk wird er zum Maschinenschlosser
ausgebildet; er spielt für den TSV Badenstedt
1946 Nachdem er zunächst bei Linden 07 spielte, wechselte er zu Arminia Hannover
1949 Spieler des Hamburger SV
1950-1953 Norddeutscher Meister mit dem Hamburger SV
1954 Bei der WM musste er Zoltan Czibor ausschalten, der ein alter Klassenkamerad von ihm war
1955-1958 Norddeutscher Meister, damit holte er insgesamt achtmal den Titel für den Hamburger SV
1956 Letztes von 32 Länderspielen gegen die Sowjetunion
1959 Karriereende nach mehreren Verletzungen; Posipal wird selbständiger Handelsvertreter für ein süddeutsches Möbelunternehmen, dessen Generalvertreter er dann für Norddeutschland wurde
1997 Posipal stirbt an Herzversagen

KARL ("CHARLY") MAI — Linker Läufer

Karl Mai w urde als wahre "Kampfmaschine" auf die gegnerischen Torjäger und Spielmacher angesetzt und trug im Endspiel der WM somit wesentlich zum Erfolg bei. "Ich konnte damals den Torschützenkönig der WM, den Ungarn Kocsis, der wegen seiner Kopfballstärke gefürchtet war, so ausschalten, daß ihm im Endspiel kein Tor gelang", verkündete er später stolz.

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 27.07.1928 Fürth
1942 Spieler der Spielvereinigung Fürth; in der Oberliga Süd absolvierte er 182 Spiele und erzielte 17 Tore für Fürth
1953 Erstes Länderspiel in der Nationalmannschaft bei der WM-Qualifikation gegen das Saarland
1954 Nach erst acht Länderspielen kommt er auch im Endspiel der WM zum Einsatz; er soll Sandor Kocsis ausschalten

1958 Wechsel zum FC Bayern München; Eröffnung eines Schreibwarengeschäfts, das er bis 1974 behielt
1959 Letztes Spiel gegen Polen in der Nationalmannschaft
1961/62 Mai spielt für die Young Fellows Zürich
1962-1964 Spieler für den FC Dornbirn in Österreich
1964 Karriereende; Mai absolvierte zwischen 1953 und 1959 nur 21 Länderspiele
1975 Umzug nach Stadeln bei Fürth, wo er als Sportlehrer an der örtlichen Hauptschule tätig wird
1993 Mai stirbt nach mehreren schweren Operationen in Fürth an Leukämie

WERNER LIEBRICH — Mittelläufer

Als Herberger seine Nationalelf zusammenstellte, wollte er Liebrich unbedingt in seiner Mannschaft haben und zerbrach sich den Kopf, wie er ihn wohl am besten einbauen, welchen Platz dieser wohl einnehmen könnte. "So wie Jupp war auch er eine klare EINS für den Posten des Mittelläufers", notierte sich Herberger. "Erneut die Frage, was war zu tun? Ob Werner Liebrich vielleicht doch als Verteidiger umzuschulen wäre?" Letztendlich spielte Liebrich bei der WM auf dem Posten des Mittelläufers und Posipal war rechter Verteidiger.

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 08.01.1927 Kaiserslautern
1938 Als Elfjähriger tritt Liebrich dem 1. FC Kaiserslautern bei, dem er, wie alle anderen seiner Kameraden, auch nach der WM trotz lukrativer Angebote aus dem Ausland treu bleibt
1951 und 1953
Liebrich wird zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister
von 1951-1956 spielt Liebrich 16 Mal für Deutschland als Mittelläufer
1956 Aus gesundheitlichen Gründen tritt Liebrich kürzer.
In Kaiserslautern betreibt er zusammen mit seiner Frau einen Zeitschriftenladen mit Toto/Lotto Annahmestelle
1958 Liebrich feiert sein Comeback
1964-1965 Interims-Coach des 1. FC Kaiserslautern (13. Tabellenplatz)
1971 Trainingsleitung der FCK-Amateure
1983 und 1988 Liebrich unterzieht sich zwei Herzoperationen
1995 Im Alter von 68 Jahren stirbt Liebrich an Herzversagen.

HANS ("HANNES"/"HÄNSCHEN") SCHÄFER — Linksaußen

Unverwechselbares Kölsches Original vom 1. FC Köln mit dem er über 700 Spiele bestritt, zweimal Deutscher Meister und viermal Oberliga-Meister wurde. Nach Meinung Herbergers hatte er eine wichtige Führungsrolle im Endspiel. Durch sein ausgeprägtes Selbstwewusstsein spielte er für den "Chef" eine ähnliche Rolle wie Rahn. Sein Schlachtruf: "Männer, die putzen wir weg!"

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 19.10.1927 Köln
1937 Vereinsbeitritt des DJK Rheinland Zollstock; dort entdeckt man sein Offensiv-Talent
1943 Schäfer wird nach Beendigung seiner Ausbildung als Friseur als Flakhelfer zum Kriegsdienst eingezogen
1948
Nachdem er zunächst nach Kriegsende für den VfR Volkmarsen spielte, wechselte er zum 1. FC Köln

1949 Aufstieg in die Oberliga West
1952 Debüt in der Nationalmannschaft
1953 Schäfer heiratet und wird Praktikant in der Parfümerieabteilung des Kölner Kaufhof
1954 Schäfer steuerte vier Tore zur WM in Bern bei; er schoss die Flanke zu Rahn, der diese zum Siegtreffer verwertete
1958 Schäfer nimmt als einziger Spieler der "Helden" an zwei weiteren Weltmeisterschaften teil; bei der WM in Schweden trägt er die Kapitänsbinde als Nachfolger von Fritz Walter
1960 Finale um die Deutsche Meisterschaft; der 1. FC Köln verliert gegen den Hamburger SV mit 2:3
1962 Deutscher Meister; erneut Spieler der Nationalmannschaft bei der WM in Chile
1963 Deutscher Vize-Meister
1964 Schäfer wird mit dem 1. FC Köln Deutscher Meister
1965 Ende der aktiven Spielerlaufbahn
1966-1969 Schäfer arbeitet als Co-Trainer beim 1. FC Köln; nach dem Karriereen
de widmet er sich ganz seinem Beruf als alleiniger Repräsentant einer Promotions- und Werbeservice-Firma; Schäfer wird Mitglied des sechsköpfigen Ehrenrats des 1. FC Köln


HORST ECKEL — Rechter Läufer

Der blitzschnelle "Windhund" vom 1.FC Kaiserslautern und zweitjüngstes Mitglied der deutschen Mannschaft in Bern. Herberger charakterisierte ihn wie folgt: "Horst war ein schlacksiger, rappeldürrer Bursche. Die Haut war dünn, die Knochen hart und spitz. Er ging keinem Zweikampf aus dem Wege, kam auch immer zur allgemeinen Überraschung heil und unversehrt aus diesen heraus, nur die Gegner klagten und hatten sich nach solchen Duellen abzutatsten und abzufühlen."

Die wichtigsten Stationen:

Geb. 08.02.1932 Vogelbach
1947 Eckel spielt zum ersten Mal für die erste Mannschaft Vogelbachs
1949 Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern

1951 und 1953
Eckel wird zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Meister
1954 Eckel bestritt neben Fritz Walter als einziger Deutscher alle WM-Spiele in der Schweiz
1958 Angehöriger des WM-Kaders in Schweden; Abschied aus der Nationalelf
1966 Karriereende;
in 214 Oberligaspielen erzielte er 64 Tore für den 1. FCK. In der Nationalmannschaft jedoch keines. Nach Beendigung seiner sportlichen Laufbahn studierte er für das Lehramt an Realschulen und wurde Lehrer für Sport und Kunst. In seinem Ruhestand arbeitet er mit Justizvollzugsanstalten zusammen, um straffällig gewordenen Jugendlichen mit Hilfe des Fußballspiels Perspektiven aufzuzeigen.

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